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Entwicklung & Innovation

Wissen

Was macht Equimero-Produkte besonders?

Hinter unseren Produkten stecken eigene Ideen, jahrelange Erfahrung und die intensive Auseinandersetzung mit der Anatomie und Biomechanik des Pferdes.

Ob beweglicher Sattelgurt, besondere Druckverteilung oder multifunktionales Zaumzeug – wir zeigen dir, welche Überlegungen hinter unseren Entwicklungen stehen und warum wir manche Dinge bewusst anders machen.

Freies Nackenband

Verstellbare Brückenkonstruktion hält den mittleren Genickbereich frei.

 

Perfekte Druckverteilung

Unterbrochene Riemenführung verteilt die Zugkräfte großflächig.

Wie lässt sich der Druck durch das Genickstück eines Zaumzeugs reduzieren?

Entscheidend für die Druckverteilung am Pferdegenick sind die Auflagefläche und die Riemenführung. Unsere NeckPatches verbinden dafür zwei besondere Konstruktionsprinzipien:

1. Patentierte Druckverteilung

Durch die unterbrochene Riemenführung werden Zugkräfte direkt in die Kevlar-verstärkten Polster eingeleitet und großflächig verteilt. Die Verbindungsnähte liegen auf der Oberseite – ohne Kontakt zum Pferdekopf.

2. Freies Nackenband

Eine verstellbare Brückenkonstruktion verbindet die beiden Polster und ermöglicht die individuelle Anpassung an die Genickform. Der empfindliche Bereich über dem Nackenband bleibt frei.

 

Ein echter Gamechanger in der Genickstück-Konstruktion – besonders für empfindliche Pferde.

Bitless Bridle

gekreuzte Riemenführung und die Auswirkung auf die Druckverteilung

Wie wirkt ein Bitless Bridle?

Beim Bitless Bridle mit gekreuzter Riemenführung verlaufen die Zügelriemen seitlich am Pferdekopf entlang und kreuzen sich unter dem Unterkiefer. Beim Annehmen eines Zügels wird die Zugkraft über die Riemen auf die gegenüberliegende Kopfseite sowie auf Nase und Unterkiefer übertragen.

Besonders wichtig ist die unmittelbare Druckentlastung: Sobald die Reiterhand nachgibt, müssen die Riemen leicht zurückgleiten und sich wieder lockern können. Nur so entsteht ein kurzer Druckimpuls statt einer anhaltenden Belastung.

Schwergängige Riemen können dagegen dazu führen, dass der Druck auch nach dem Nachgeben bestehen bleibt. Deshalb sind eine reibungsarme Riemenführung, geeignete Materialien und eine korrekte Passform bei dieser Zäumung besonders wichtig.

Wie wirkt eine Hackamore mit langen Anzügen?

Eine mechanische Hackamore wird wegen ihrer langen Anzüge häufig als besonders scharf angesehen. Tatsächlich ermöglichen die langen Hebel aber auch eine sehr fein dosierte Hilfengebung.

Der Grund liegt im Verhältnis von Weg und Kraft: Bewegt sich das lange Ende des Hebels über eine größere Strecke, legt das kurze Ende nur einen kleinen Weg zurück. So lassen sich bereits sehr kleine Veränderungen der Einwirkung vermitteln.

Allerdings verstärkt der Hebel zugleich die Kraft, die auf Nase, Unterkiefer und gegebenenfalls Genick wirkt. Eine lange Hackamore ist deshalb nicht automatisch sanft – sie ermöglicht feine Hilfen, verlangt aber eine entsprechend bewusste und gefühlvolle Reiterhand.

nicht automatisch schärfer, aber kraftvoller

Der Irrtum vom langen Hebel

Hebelwirkung Hackamore

nicht automatisch schärfer, aber kraftvoller

Hebelwirkung beim Glücksrad

Druck auf Nase, Unterkiefer und Genick

Wie wirkt ein Glücksrad?

Beim Glücksrad sind Nasenriemen, Kinnriemen, Backenstücke und Zügel an seitlichen Metallscheiben befestigt. Durch die verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten lässt sich die Wirkungsweise verändern.

Je nach Verschnallung werden die Zügelhilfen entweder weitgehend direkt übertragen oder versetzen die Scheiben in eine Drehbewegung. Dadurch entsteht eine Hebelwirkung, die Druck auf Nasenrücken und Unterkiefer ausübt und über die Backenstücke auch auf das Genick wirken kann.

Anders als beim Sidepull kann die Zügelkraft somit durch einen Hebel verstärkt werden. Wie deutlich diese Wirkung ausfällt, hängt von der Anordnung der Riemen und der Zügelbefestigung ab.

Wie wirken unterschiedliche Zäumungen mit Gebiss?

Beim Reiten mit Gebiss werden die Zügelhilfen über das Gebiss auf das Pferdemaul übertragen. Wie und wo die Kräfte wirken, hängt jedoch nicht nur von der Stärke und Richtung des Zügelzugs ab, sondern auch von der Konstruktion der Zäumung.

Während eine klassische Trense die Zügelhilfen direkt auf das Pferdemaul überträgt, können Zäumungen mit Hebelwirkung zusätzlich Druck auf das Genick ausüben. Bei anderen Konstruktionen können Nasen- und Kinnriemen einen Teil der Zugkräfte aufnehmen und verteilen.

Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Kraftübertragung bei gebissenen Zäumungen sein kann.